Mittelalterliche Geschichte
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Sandra Schieweck, M.A.

Wissenschaftliche Assistentin

Kontakt

Postanschrift:
Historisches Seminar der LMU
Mittelalterliche Geschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Besucheranschrift: Historicum, Schellingstr. 12, Raum 228



Sprechstunde:
Im Wintersemester 2021/22 dienstags 15.00-16.00 Uhr nach Abrspache via E-Mail entweder in Präsenz oder per Zoom. (für Präsenzsprechstunden gilt die 3-G-Regelungen bzgl. Covid-19)

Curriculum Vitae:

  • seit Oktober 2021: gewählte Mittelbauvertreterin am Historischen Seminar der LMU
  • Juli 2021: Promotion an der Universität Heidelberg
  • seit April 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der LMU (Assistenz Lehrstuhl Prof. Dr. Julia Burkhardt)
  • Mai 2018-März 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Heidelberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Nikolas Jaspert)
  • März 2018: M.A. Abschluss in Mittelalterstudien (Mittelalterliche Geschichte und Jüdische Studien) an der Universität Heidelberg und der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (HfJS)
  • Juli 2015: B.A.-Abschluss in Geschichte und Islamwissenschaften an der Universität Heidelberg (inkl. Auslandssemester 2013 an der Universidad de Granada)

Promotionsprojekt (abgeschlossen, in Druckvorbereitung):

Iberische Grenzregime. Die Herrschaftsgrenzen Kastiliens im Vergleich (1140-1400)

Die Iberische Halbinsel war vom 8. bis zum 15. Jahrhundert politisch durch markante christlich-muslimische und inner-christliche Grenzen gegliedert. Während in den vergangenen Jahren vor allem die Grenze zwischen den christlichen Reichen und dem islamischen Al-Andalus im Fokus transkultureller Forschungen stand, untersucht die Dissertation in einem systematischen Vergleich die Konstruktionsmechanismen herrschaftlicher Grenzen am Beispiel der kastilischen Grenze zu Portugal, dem Naṣridenemirat, zu Aragón, Navarra und León. Mittels eines raumsoziologischen Zugriffs auf die kastilischen Außenverträge (1140-1400) wurde eine Typologie der vertraglich-diplomatischen Grenzziehung im Wandel vom Hoch- zum Spätmittelalter entwickelt. Anhand von Argumentationsmustern und Orientierungen bei der vertraglichen Grenzkonstruktion konnte nachvollzogen werden, dass der Faktor der Interreligiosität hinter diplomatische und situative Rahmenbedingungen zurücktritt. Vor dem Hintergrund der normativen Grenzaushandlung gab sich das kastilische Grenzregime auf den paradigmatischen Handlungsfeldern der lokalen und materiellen Abgrenzung, der Regulierung von Konflikten und des Handels vielmehr als komplexes Wirkgefüge monarchischer, überregionaler und lokaler Akteure zu erkennen. In Fallstudien zu je zwei verschiedenen kastilischen Herrschaftsgrenzen (kastilisch-portugiesische und kastilisch-aragonesische Grenze, kastilisch-naṣridische und kastilisch-aragonesische Grenze, kastilisch-navarresische und kastilisch-aragonesische Grenze) konnten anhand urkundlicher Quellen und Korrespondenzen die raumkonstitutiven Partizipations- und Interaktionsmuster der beteiligten Akteursebenen offengelegt werden. Die komparative Analyse des kastilischen Grenzregimes in einer Perspektive der longue durée schärft somit den Blick für herrschaftsräumliche Aushandlungsprozesse im Spannungsverhältnis zwischen Norm und Praxis sowie ihre Persistenzen und Veränderungen zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert.

Publikationen:

Artikel:

Iberian Frontiers Revisited. Research Traditions and New Approaches, in: Ibero-Mediävistik. Grundlagen, Potentiale und Perspektiven eines internationalen Forschungsfeldes (Geschichte und Kultur der Iberischen Welt, Bd. 17), hg. von Nikolas Jaspert, Münster 2021 (im Druck).

Rezensionen und kleinere Beiträge:

Vorträge:

  • 05/2021: Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte, LMU München ("Iberische Grenzregime. Die Herrschaftsgrenzen Kastiliens im Vergleich (1140-1400)")
  • 04/2021: Deutsch-französisches Kolloquium zur mittelalterlichen Geschichte, Münster ("The Crown of Castile and its Frontiers. A Spatial Analysis")
  • 02/2021: Mediävistisches Forschungskolloquium, WWU Münster ("Iberische Grenzregime. Die kastilischen Herrschaftsgrenzen im Vergleich (1140-1350)")
  • 05/2020: Gemeinsames Mediävistisches Forschungskolloquium, Universität Heidelberg ("Kastilische Grenzregime. Iberische Herrschaftsgrenzen im Vergleich")
  • 10/2019: The Heidelberg-Prague-Budapest Triangle. Urban societies in border zones (im Rahmen des DAAD-Kooperationsprojektes zwischen der Universität Heidelberg und der CEU), CEU Budapest (Organisation gem. mit Prof. Dr. Katalin Szende; "Central on the periphery? The Case of Jaén at the Castilian-Naṣrid Frontier")
  • 10/2019: 11th Medieval History Seminar, Deutschen Historisches Institut, London ("Die Grenzen Kastiliens im Übergang zum Spätmittelalter - Genese und Begriffe")
  • 07/2019: International Medieval Congress, Leeds ("Iberian Border Regimes: The Case of Castile and Navarre in the Late Middle Ages")
  • 05/2019: Tagung "Perceptions et representations des frontiers et des fronatliers au Moyen Ȃge et à l’époque modern (IXe-XVIIIe siècles)“, Deutsches Historisches Institut, Paris ("Iberische Grenzregime des Spätmittelalters. Die kastilisch-navarresische Grenze in ihrer Genese")
  • 05/2019: Tagung "Ibero-Mediävistik. Grundlagen, Potentiale und Perspektiven eines internationalen Forschungsfeldes", Universität Heidelberg ("Iberian Border Regimes: The Case of Castile and Navarre at the Beginning of the Late Middle Ages")
  • 05/2018: Tagung “L’Apprendistato dello Storico. La frontiera percepita. Creare, espandere, abbattere confine nel Medioevo”, Sapienza Università di Roma ("The Castilian-Naṣrid frontier – Mechanisms and actors of conflict regulation")

Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

Iberische Halbinsel im Hoch- und Spätmittelalter, transkulturelle Beziehungen zwischen Anhängern der drei abrahamitischen Religionen, Grenzen und Abgrenzungsprozesse, Raum, -vorstellungen und -theorien, Mobilität und Pilgerwesen

Hier geht es zu den aktuellen Lehrveranstaltungen (Wintersemester 2021/22)

Mitgliedschaften:

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein, Sociedad Española de Estudios Medievales (SEEM), Mediävistenverband