Mittelalterliche Geschichte
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Sandra Schieweck

Sandra Schieweck, M.A.

Wissenschaftliche Assistentin

Kontakt

Postanschrift:
Historisches Seminar der LMU
Mittelalterliche Geschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Besucheranschrift: Historicum, Schellingstr. 12, Raum 228


Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 5447

Sprechstunde:
Im Wintersemester 2022/23 findet die Sprechstunde s dienstagvon 15.15 bis 16.15 Uhr nach Absprache via E-Mail entweder in Präsenz oder per Zoom statt.

Bitte buchen Sie hier Sprechstundentermine.

Curriculum Vitae:

  • Oktober 2021-September 2022: gewählte Mittelbauvertreterin am Historischen Seminar der LMU
  • Juli 2021: Promotion an der Universität Heidelberg
  • seit April 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters (Prof. Dr. Julia Burkhardt)
  • Mai 2018-März 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Nikolas Jaspert) am Historischen Seminar der Universität Heidelberg
  • März 2018: M.A. Abschluss in Mittelalterstudien (Mittelalterliche Geschichte und Jüdische Studien) an der Universität Heidelberg und der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (HfJS)
  • Juli 2015: B.A.-Abschluss in Geschichte und Islamwissenschaften an der Universität Heidelberg (inkl. Auslandssemester 2013 an der Universidad de Granada)

Promotionsprojekt (abgeschlossen, in Druckvorbereitung):

Iberische Grenzregime. Die Herrschaftsgrenzen Kastiliens im Vergleich (1140-1400)

Die Iberische Halbinsel war vom 8. bis zum 15. Jahrhundert politisch durch markante christlich-muslimische und inner-christliche Grenzen gegliedert. Während in den vergangenen Jahren vor allem die Grenze zwischen den christlichen Reichen und dem islamischen Al-Andalus im Fokus transkultureller Forschungen stand, untersucht die Dissertation in einem systematischen Vergleich die Konstruktionsmechanismen herrschaftlicher Grenzen am Beispiel der kastilischen Grenze zu Portugal, dem Naṣridenemirat, zu Aragón, Navarra und León. Mittels eines raumsoziologischen Zugriffs auf die kastilischen Außenverträge (1140-1400) wurde eine Typologie der vertraglich-diplomatischen Grenzziehung im Wandel vom Hoch- zum Spätmittelalter entwickelt. Anhand von Argumentationsmustern und Orientierungen bei der vertraglichen Grenzkonstruktion konnte nachvollzogen werden, dass der Faktor der Interreligiosität hinter diplomatische und situative Rahmenbedingungen zurücktritt. Vor dem Hintergrund der normativen Grenzaushandlung gab sich das kastilische Grenzregime auf den paradigmatischen Handlungsfeldern der lokalen und materiellen Abgrenzung, der Regulierung von Konflikten und des Handels vielmehr als komplexes Wirkgefüge monarchischer, überregionaler und lokaler Akteure zu erkennen. In Fallstudien zu je zwei verschiedenen kastilischen Herrschaftsgrenzen (kastilisch-portugiesische und kastilisch-aragonesische Grenze, kastilisch-naṣridische und kastilisch-aragonesische Grenze, kastilisch-navarresische und kastilisch-aragonesische Grenze) konnten anhand urkundlicher Quellen und Korrespondenzen die raumkonstitutiven Partizipations- und Interaktionsmuster der beteiligten Akteursebenen offengelegt werden. Die komparative Analyse des kastilischen Grenzregimes in einer Perspektive der longue durée schärft somit den Blick für herrschaftsräumliche Aushandlungsprozesse im Spannungsverhältnis zwischen Norm und Praxis sowie ihre Persistenzen und Veränderungen zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert.

Publikationen:

Monografien:

Iberische Grenzregime. Die Herrschaftsgrenzen Kastiliens im Vergleich (1140-1400) (Geschichte und Kultur der Iberischen Welt). (in Vorbereitung für die Drucklegung)

Aufsätze:

Iberian Frontiers Revisited. Research Traditions and New Approaches, in: Ibero-Mediävistik. Grundlagen, Potentiale und Perspektiven eines internationalen Forschungsfeldes (Geschichte und Kultur der Iberischen Welt, Bd. 17), hg. von Nikolas Jaspert, Münster 2022, S. 239-272.

Rezensionen und kleinere Beiträge:

Vorträge:

  • 11/2022: Workshop "Spuren der Oralität in mittelalterlicher Schriftlichkeit", organisiert von Prof. Dr. Philippe Depreux, Universität Hamburg (Vortrag zu "Zum Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit bei der Aushandlung der kastilisch-portugiesischen Herrschaftsgrenze (13./14. Jahrhundert)")
  • 10/2022: Deutsch-französische Tagung „Naturgrenzen/Limites naturelles. Gewässer, Wälder und Berge im Kontext politischer Raumbildung vor 1800“, Universität Leipzig (Vortrag zu „super divisione terre Yspanie. Naturräumliche Grenzmarker in iberischen Verträgen des 12. bis 14. Jahrhunderts“)
  • 09/2022: Jahrestagung der AG Internationale Geschichte des VHD, Freie Universität Berlin („Herrschaftsgrenzen als Gegenstand von Außenbeziehungen: Raumanalytische Perspektiven am Beispiel der mittelalterlichen Iberischen Halbinsel“)
  • 06/2022: International Medieval Congress (IMC), Leeds (Vortrag zu „Castilian Border Treaties: Demarcation Processes in Comparison“ im Rahmen der Sektion „Negotiating the Other: Spatial and Mental Borders in the Middle Ages”, organisiert von Prof. Dr. Christian Jaser; Moderation der Sektion „Orders at Borders: Mendicants and Border Societies in Medieval Europe“, organisiert von Robert Friedrich)
  • 02/2022: Ringvorlesung "Seuche und Krankheit, Heilung und Genesung" des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien ([gem. mit Prof. Julia Burkhardt] "Heilung und Genesung auf Pilgerfahrten im Spätmittelalter")
  • 11/2021: 27. Jahrestagung des Brackweder Arbeitskreises für Mittelalterforschung, HCTS Heidelberg ("convenimus nos contra omnes christianos et sarracenos. Mechanismen der Abgrenzung im Spiegel iberischer Vertragsdiplomatie")
  • 11/2021: International conference "Conflict after compromise. Regulating tensions in multi-confessional societies in the fifteenth century", CMS Prag ("Conflict regulation on the Castilian-Nasrid Frontier: Norms and practices (1246-1482)")
  • 10/2021: 53. Deutscher Historikertag (Sektion gem. mit Prof. Julia Burkhardt "Deutung von Grenzen - Grenzen der Deutung. Der Umgang mit herrschaftlichen Transformationsphasen im mittelalterlichen Europa"; "Grausamer König und legitimer Bastard. Die kastilischen Grenzen in der Frühphase der Trastámara-Dynastie")
  • 05/2021: Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte, LMU München ("Iberische Grenzregime. Die Herrschaftsgrenzen Kastiliens im Vergleich (1140-1400)")
  • 04/2021: Deutsch-französisches Kolloquium zur mittelalterlichen Geschichte, Münster ("The Crown of Castile and its Frontiers. A Spatial Analysis")
  • 02/2021: Mediävistisches Forschungskolloquium, WWU Münster ("Iberische Grenzregime. Die kastilischen Herrschaftsgrenzen im Vergleich (1140-1350)")
  • 05/2020: Gemeinsames Mediävistisches Forschungskolloquium, Universität Heidelberg ("Kastilische Grenzregime. Iberische Herrschaftsgrenzen im Vergleich")
  • 10/2019: The Heidelberg-Prague-Budapest Triangle. Urban societies in border zones (im Rahmen des DAAD-Kooperationsprojektes zwischen der Universität Heidelberg und der CEU), CEU Budapest (Organisation gem. mit Prof. Dr. Katalin Szende; "Central on the periphery? The Case of Jaén at the Castilian-Naṣrid Frontier")
  • 10/2019: 11th Medieval History Seminar, Deutschen Historisches Institut, London ("Die Grenzen Kastiliens im Übergang zum Spätmittelalter - Genese und Begriffe")
  • 07/2019: International Medieval Congress, Leeds ("Iberian Border Regimes: The Case of Castile and Navarre in the Late Middle Ages")
  • 05/2019: Tagung "Perceptions et representations des frontiers et des fronatliers au Moyen Ȃge et à l’époque modern (IXe-XVIIIe siècles)“, Deutsches Historisches Institut, Paris ("Iberische Grenzregime des Spätmittelalters. Die kastilisch-navarresische Grenze in ihrer Genese")
  • 05/2019: Tagung "Ibero-Mediävistik. Grundlagen, Potentiale und Perspektiven eines internationalen Forschungsfeldes", Universität Heidelberg ("Iberian Border Regimes: The Case of Castile and Navarre at the Beginning of the Late Middle Ages")
  • 05/2018: Tagung “L’Apprendistato dello Storico. La frontiera percepita. Creare, espandere, abbattere confine nel Medioevo”, Sapienza Università di Roma ("The Castilian-Naṣrid frontier – Mechanisms and actors of conflict regulation")

Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

Iberische Halbinsel im Hoch- und Spätmittelalter, transkulturelle Beziehungen zwischen Anhängern der drei abrahamitischen Religionen, Grenzen und Abgrenzungsprozesse, Raum, -vorstellungen und -theorien, Mobilität und Pilgerwesen

Hier geht es zu den aktuellen Lehrveranstaltungen (Wintersemester 2021/22)

Mitgliedschaften:

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Sociedad Española de Estudios Medievales (SEEM), Mediävistenverband, Arbeitsgemeinschaft Ibero-Mediävistik (AIM), AG Internationale Geschichte im VHD